Heute war er endlich da. Der grosse Tag an dem unser Container ankommt. Wir fuhren ohne Frühstück in Richtung Nannup und holten uns einfach ein paar Brötchen zum dort essen. Eigentlich wollten wir bei unserem zukünftigen Zuhause die Kisten in Empfang nehmen, einige Aussortieren und wieder nach Hause.
Im grössten Regen fuhren wir nach Nannup. Roland und Nick realisierten schon bald, dass sie den Truck wohl hinter sich hatten, denn er folgte ihnen, wo auch immer sie hinfuhren.
Georgia, ich und die Kids waren schon etwas früher dort und trafen Greg. Schon beim hinfahren fragte ich mich, in welchem Shed sie wohl etwas Platz für uns gemacht hatten, denn es sah immernoch alles genauso voll aus wie zuvor. Als mir dann Greg erklärte, dass sie Fahnen ausgesteckt hatten, wo wir unseren Container hinstellen lassen könnten, erklärte ich ihm, dass die den Container nicht abstellen, sondern ausräumen werden. Und dann fing das Durcheinander an...
Greg hatte das irgendwie falsch verstanden. Er meinte, wir wollten einen Container abstellen und so hatte er das auch mit den Besitzern abgemacht. Er rief ihnen an und fragte, ob es allenfalls irgendwo Platz hätte, doch alles Sheds sind noch gestossen voll...
Ich war schon bis auf die Knochen nass, weil wir es regnete wie aus Kübeln.
Greg ging schon mal voraus und versuchte abzuklären, ob wir in Nannup solche Storage Container mieten konnten. Ich kannte die und auch die Masse, denn das wollte ich selbst schon abklären, für den Fall, dass wir die Sachen nicht hätten einstellen dürfen... Ich wollte zur Strasse fahren, um den Lastwagen aufzuhalten, doch auf halber Strecke Waldweg kam mir der Lastwagen schon entgegen. Also ich wieder aus dem Auto in den Regen und sprach mit dem Fahrer ab, dass er mir einfach folgen sollte. Zum Glück waren die so flexibel und haben das einfach so hingenommen.
Aber dann kam uns schon Roland entgegen mit dem Anhänger. Jetzt standen wir also alle da auf diesem schmalen Waldweg. Roland mit Anhänger, dann ich und dann Lastwagen. Keine Chance, dass Roland so an uns vorbeigekommen wäre. Er musste irgendwie umdrehen. Das klappte dann auch, nachdem ich mich an ihm vorbeigezwängt hatte. Wir fuhren also zu den Storage Units. Der Truck musste dort einfach warten und ich los in die Stadt um die ganzen Mietverträge auszufüllen... Dann nahmen die nur Bargeld und ich musste noch auf die Post rennen. Alles im Regen...
Aber egal. Alles klappte wunderbar und wir hatten die Box, zu der der
Lastwagen problemlos hinfahren konnte. Die Kids waren aber immernoch im
Auto und ich bis auf die Knochen nass. So blieben einfach Roland und
Nick dort und Georgia, ich und die Kids fuhren nach Hause, schauten
etwas fern und assen zu Mittag. Irgendwann kam dann noch einer von der
Verwaltung und reparierte unsere Handtuchstange im Badezimmer und zeigte
mir den Sicherungskasten... Es hatte beim Backofen einfach die
Sicherung rausgehauen... Warum auch immer... Aber der funktioniert zu
Glück wieder. Für den Rest müssen Spezialisten kommen... Vielleicht
schaffen die das noch, so lange wir noch da sind.
Bei Roland und Nick regnete und regnete es in einem fort. Hier ein paar Bilder die die beiden gemacht haben.
Roland und Nick kamen dann einige Stunden später auch nach Hause und das war wie Weihnachten. Juhuuuu... Alle unsere Velos sind endlich da. Alle unsere Duvets, einige Spiele und Filme. Einige Kleider und (leider) auch die Playstation. Die Jungs wären beinahe ausgeflippt vor Freude. Auch bekam Samantha ihre Trudi. Ein grosser Hase vom Götti und darüber hat sie sich riesig gefreut.
Es hatte aufgehört zu Regnen und hellte sogar etwas auf also nichts wie an die frische Luft. Wir fuhren einfach auf dem direkten Weg ans Meer. Stellten das Auto ab und spazierten auf dieser wunderschönen Strandpromenade entlang. Es war ganz anders als sonst. Wo normalerweise eine Farbenpracht leuchtet war heute alles Ton-in-Ton. Aber trotzdem wunderschön.
Jetzt kann Georgia auch nachvollziehen, warum wir uns in diesen Bundesstaat verliebt haben.
Beim Abbey Beach Resort spielten wir dann eine Runde Cricket und machten einen Bisistopp. Hier haben wir mal eine ganze Woche verbracht auf unserer ersten Australienreise. Jetzt reicht das Geld nicht mehr für solche Spässe. Aber wo das WC ist wissen wir noch ;-)
Der Spielplatz musste natürlich auch nicht lange warten, bis er von unseren Kids in Beschlag genommen wurde.
Noch einen Ausflug an die Beach.
Einfach nur schön.
Zu Hause gabs dann noch ein BBQ und dann war Bedtime für die Kids. Wir Älteren sassen noch eine Weile draussen und genossen den kühl-warm-schwülen Abend. Irgendwie war von allem etwas dabei.
Und dann... Endlich!!! Unsere schönen Duvets. Oh das ist ein ganz anderes Gefühl von Schlafen. Fenster offen und trotzdem schön warm.
Herrlich!
So, auch wenn nicht alles so war wie geplant, war es im Grossen und Ganzen ein super Tag. Wir sind mehr als nur dankbar, dass das alles so geklappt hat!
Wir freuen uns schon, die ganzen Kisten dann in unserem neuen zu Hause auszupacken.
So, jetzt bin ich wieder à jour.
Juhuuu! Wir senden euch allen gaaaaaaanz vielen Grüsse aus Australien
die Kündigs



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