Samstag, 9. Dezember 2017

09.12.2017 - Gemütlicher Samstag und ein bisschen Heimweh...

Heute haben wir einfach mal alles gemütlich genommen. Ich habe nach dem Frühstück noch unser Gestell für unser Schlafzimmer aufgestellt, denn auch wir haben praktisch nichts um unsere Sachen hinzulegen. 


So, jetzt haben wir etwas mehr Platz. Jetzt müssen wir das Gestell nur noch füllen :-)

Samantha drehte ihre Runden mit ihren neuen Schuhen. Die haben sie gestern gekauft, denn die einzigen Schuhe, die sie je hatte waren die Turnschuhe der Jungs. Aber nichts offenes und es ist massiv am warm werden hier also haben sie gestern ein paar Sandalen gekauft. Da hab ich offenbar etwas verpasst. Samantha sagt anstatt "nein" immer "no" aber nicht etwas English sondern es klingt eher spanisch. So richtig NO NO NO... und als sie im Laden waren und Roland ihr eigentlich andere Schuhe kaufen wollte und schon an der Kasse war um zu bezahlen, griff sie sich die anderen Schuhe und war sie auf den Boden und sagte vehement NO NO NO und nahm sich wieder diese und steuerte damit aus dem Schuhgeschäft. Die Jungs rannten ihr nach, denn sie wollten nicht, dass sie ins Gefängnis kommt, weil man ja zuerst bezahlen muss... Aber Samantha wollte offenbar unbedingt diese Schuhe und nicht die anderen :-)

 


 Am Nachmittag fuhren wir dann noch nach Dunsborough, wo mir zuerst einmal noch Evelines Batzen einlösten und uns ein Familienspiel kauften und noch unsere erste Englische Kinderbibel und dann gingen wir zu diesem schönen Platz am Meer. Jetzt haben sie auch hier ein Netz im Wasser gezogen, damit man sicher vor Haien, Quallen und hoffentlich auch Cobler Fischen schwimmen kann.
 

 Während die Jungs mit Papi Fussball spielten, studierte Samantha diese Krabbe aus rostigem Eisen.
 

 Auch der Pelikan war recht interessant.
 
 


 Zu Hause war Samantha dann sofort ready fürs Bett und wir anderen assen noch Würste und Steak vom Grill und einen feinen Salat. Hmmmm...

Nach dem Essen probierten wir noch die neuen Spiele aus
 

Und zu guter letzt gabs dann eine Englische Geschichte aus der Bibel. 



Bis ich dann links und rechts einen schlafenden Jungen im Arm hatte. 

Hier ist Louis schon am Schlafen und Aaron hält noch etwas durch.
Unterdessen versucht Roland zum ersten mal mit Aussie Mehl, Hefe etc einen Zopf zu backen.

So ganz überzeugt ist er noch nicht, aber mal schauen, was dabei herauskommt :-)

 

Ich wollte eigentlich noch ein Glas Wein draussen trinken, doch ich hatte eine ziemliche Krise und liess es sein und ging ins Bett. Ich kann nicht nur immer schönes im Blog schreiben, das wäre nicht ehrlich... Die Jungs haben noch mit Oma und Opa und mit Grosi telefoniert. Schon nach dem Gespräch mit Oma und Opa musste ich nur noch heulen. Irgendwie hoffte ich, dass sie dann bald mal auf Besuch kommen, doch das wird wohl noch eine Weile dauern. Und auch nach dem Gespräch mit Grosi brach es mir fast das Herz. Im Moment vermisse ich alle und alles! Ich vermisse meine Eltern, Omas, Schwiegereltern, Nachbarn, unser altes Haus, mein Bibelstudium mit Eveline, die lieben Gottis und Göttis der Kids und irgendwie einfach alles. Irgendwie konnte ich mich von den meisten gar nicht so wirklich verabschieden, weil ich so einen gewaltigen Stress hatte vor dem Gehen. Ich konnte nicht einmal bei den Nachbarn die Runde machen, obwohl ich ihnen das eigentlich versprochen habe... All das konnte ich mir in den letzten 5 Wochen gar nicht so richtig überlegen, weil ich pausenlos am rennen war, doch jetzt, wo es etwas ruhiger wird, da kommt mir plötzlich einfach alles hoch. Ich vermisse euch wirklich alle sehr! Irgendwie hatte ich auch gehofft, dass wir alle gemeinsam im April für 2 Wochen in die Schweiz können, denn Roland muss sich sowieso noch abmelden und die Jungs haben dann Ferien, aber ich habe leider nur eine Woche kein Studium und das ist mir zu wenig um so weit zu fliegen. Und dann in den Semesterferien sind die Mädels hier, da gehts auch nicht und dann im eurem Herbst also unserem Frühling haben ich auch wieder nur eine Woche. Das heisst, das nächste mal, wenn ich wirklich Ferien habe, wäre im Dezember. Aber dann weiss ich noch nicht, wie das mit dem Visum aussieht und ob ich dann einfach aus- und wieder einreisen kann, wenn das Studium ja fertig ist... Gut, bis dahin fliesst noch eine Menge Wasser den Rheinfall runter. 

Es ist ungewohnt für mich, denn sonst bin immer ich die, die stark ist, aber im Moment merke ich so richtig, dass man das was man hat erst so richtig zu schätzen weiss, wenn es nicht mehr da ist. Aber da muss ich jetzt durch, denn wahrscheinlich gehören auch solche Gefühle zum Auswandern dazu...

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